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Deutsche Sektion der Globalen Bildungskampagne |
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RESSOURCEN > AKTUELLES > 2007 Reiche Nationen lassen Kinder der armen Länder im Stich - Stellungnahme der Globalen Bildungskampagne zum Ausgang der Konferenz ‚Keeping Our Promises on Education’ [02.05.07]
Während der hochrangig besetzten Konferenz zum Thema Bildung am 2. Mai in Brüssel wurden die bereits bekannten Lippenbekenntnisse wiederholt. Nur wenige Länder und Institutionen machten konkrete und signifikante Finanzzusagen zur Förderung von Grundschulbildung. Nach Berechnungen der Globalen Bildungskampagne kann mit den zugestandenen Mitteln nur ein Bruchteil der weltweit 80 Millionen Kinder, die bis heute keinen Zugang zu Grundbildung haben, eingeschult werden. Insgesamt neun Milliarden US-Dollar sind laut UNESCO jährlich von Seiten der reichen Länder notwendig, um die Finanzierungslücken in armen Ländern zu schließen und allen Kindern weltweit wenigstens eine Grundschulbildung zu ermöglichen. Zurzeit bringen die Industrienationen jedoch lediglich drei Milliarden US-Dollar jährlich auf. Damit wird es auch immer unwahrscheinlicher, dass das im Jahre 2000 beschlossene Millenniumsziel „Grundschulbildung für alle bis 2015“ erreicht werden kann.
Vergeblich appellierten zu Beginn der Konferenz sechs Kinder und Jugendliche aus armen und reichen Ländern – darunter auch aus Deutschland – an die hochrangigen politischen Entscheidungsträger/innen, die Konferenz zum Meilenstein für die Umsetzung des Ziels „Bildung für alle“ zu machen und ihren Worten endlich auch Taten folgen zu lassen. „Ich hatte das Glück, eine gute Ausbildung genießen zu dürfen“, so der 17-jährige Marius Merz aus Frankfurt. „Es ist ungerecht, dass Kinder und Jugendliche in ärmeren Ländern keine Chance auf eine gute Bildung haben. Bildung sollte kein Luxusgut sein, das nur den Wohlhabenden vorbehalten ist.“ Weil reiche Länder wie die USA, Japan und auch Deutschland sich weiterhin weigern, ihren längst versprochenen Beitrag zur Grundschulbildung zu leisten, werden fast 80 Millionen Kinder und Jugendliche weiterhin keine Schule besuchen können. Die meisten davon sind Mädchen.
Die Bundesregierung, die in diesem Jahr aufgrund der EU-Ratspräsidentschaft, des G8-Vorsitzes und des Ko-Vorsitzes der Education for All-Fast-Track-Initiative in besonderer Verantwortung steht, leistet bisher lediglich 39% ihres sogenannten Fair Share zur Grundbildung, der sich auf insgesamt 777 Millionen US-Dollar beläuft. Demnach müsste Deutschland jährlich 472 Millionen US-Dollar zusätzlich an Entwicklungshilfe für Bildung aufbringen. Der „Fair Share“ ist der Betrag, den jedes OECD Land gemessen an seiner Wirtschaftskraft leisten müsste, damit die von der OECD aufzubringende Gesamtsumme für die Finanzierung von „Bildung für alle bis 2015“ erreicht wird.
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Pressemitteilung zur Geberkonferenz zu Bildung
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