Deutsche Sektion der Globalen Bildungskampagne

 

 

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Das Motto: Die weltgrößte Lobby-Aktion

Berliner Schüler diskutieren mit Abgeordneten im Bundestags-Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) die Bildungsproblematik in Entwicklungsländern


Bildung ist ein Schlüssel zu Wohlstand - doch immer noch bleibt über 100 Millionen Kindern weltweit das Recht auf eine angemessene Grundbildung verwehrt. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern. Das muss sich ändern, meinen die Schülerinnen und Schüler des Gauss-Gymnasiums und der Friedrich-List-Oberschule in Berlin. Kurz vor den Sommerferien trafen sich die Berliner Gymnasiasten deshalb mit Bundestagsabgeordneten des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) im Paul-Löbe-Haus. Die Abgeordneten Markus Löning (FDP), Rudolf Kraus (CDU/CSU, Vorsitzender des AwZ), und Hartwig Fischer (CDU/CSU) standen den rund 40 Jugendlichen Rede und Antwort und berichteten von persönlichen Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit.

„Was können wir tun, damit Regierungen armer Länder stärker auf Bildung setzen?“ Schnell kam man dabei auf die Frage, wo Entwicklungspolitik am besten ansetzen sollte. Ungleiche Wirtschaftsstrukturen und die Auswirkungen des internationalen Handels waren Themen, die die Jugendlichen bewegten. Skeptisch zeigten sie sich angesichts der Möglichkeiten nationaler Politik unter den Bedingungen der Globalisierung. Was kann der Präsident eines Entwicklungslandes tun, wenn große Konzerne aus dem Norden die Rohstoffe seines Landes ausbeuten? Und was können wir im Norden dagegen tun?“, war die Frage eines Schülers.

Im Rahmen der Aktionswoche „Bildung für alle“ der Globalen Bildungskampagne in Deutschland hatten die Schüler bereits im April mit Briefen an den Bundeskanzler auf die schlechte Bildungssituation vor allem in den Entwicklungsländern aufmerksam gemacht. Dabei wuchs das Verständnis für die Zwangslage, in der sich viele Kinder im Süden befinden. Zur Schule kann nur gehen, wer nicht arbeiten muss, um seine Familie zu ernähren. Wie sie zu diesem Problem der Kinderarbeit stünden, wollten die Gymnasiasten deshalb von den Abgeordneten wissen. Gleichzeitig äußerten einige Schüler den Wunsch, sich persönlich für eine gerechtere Welt zu engagieren, z.B. über einen Zivil- oder Sozialen Dienst im Ausland.

 AKTIONSWOCHE 2004

 

 Ausführlicher Bericht zur

 Globalen Aktionswoche

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